Die Falle „Viel hilft Viel“
Einige Menschen denken: Wenn ich schneller fit werden will, muss ich einfach öfter und härter trainieren. Klingt logisch, ist aber nur die halbe Wahrheit.
Gerade wer einen fordernden Job, Familie und viele Verpflichtungen unter einen Hut bringen muss, läuft mit dieser Denkweise Gefahr, in eine Sackgasse zu geraten.
Der Körper braucht Belastung, um stärker zu werden, aber er braucht auch Erholung, um diese Anpassung überhaupt möglich zu machen.
Das Geheimnis liegt im richtigen Verhältnis von Training und Erholung.
Sympathikus und Parasympathikus – deine inneren Gegenspieler
Um zu verstehen, warum Erholung so wichtig ist, lohnt sich ein Blick auf dein Nervensystem.
- Sympathikus: Dein „Gaspedal“. Er sorgt für Aktivität, Leistungssteigerung und Stressreaktionen.
- Parasympathikus: Deine „Bremse“. Er aktiviert Ruhe, Regeneration und Verdauung.
In einem stressigen Alltag – Meetings, Deadlines, Familienorganisation, ist der Sympathikus oft dauerhaft aktiv.
Wenn du dann noch regelmässig hochintensiv trainierst, verstärkst du diesen Zustand. Das kann zu Schlafproblemen, Leistungseinbruch, erhöhter Verletzungsgefahr und einem generellen Gefühl von Erschöpfung führen.
Das Ziel ist nicht, den Sympathikus komplett abzuschalten, sondern immer wieder bewusst den Parasympathikus zu aktivieren. So kommt dein Körper aus dem Dauerstressmodus heraus und kann sich optimal an Trainingsreize anpassen.


















































